Medien

Artikel im Magazin „Finanz und Wirtschaft“

Kaffee mit …
… Daniela Marino, Cutiss-Gründerin

Daniela Marino mag ihren Espresso
Macchiato heiss und stark. In einer heissen
Phase befindet sich auch das Unternehmen
Cutiss, das sie leitet. Aus zeitlichen Gründen
trinkt die CEO, die aus Italien stammt, ihren
Kaffee meistens im Büro, das sich in der
Nähe der Uni Zürich befindet. Dort wurde
Cutiss’ Technologie zur Produktion menschlicher
Haut ursprünglich entwickelt.
Weltweit leiden jedes Jahr mindestens
fünfzig Millionen Menschen unter grossflächigen
Hautverletzungen. Die heutige Standardbehandlung
besteht darin, an einer gesunden
Körperstelle Haut zu entnehmen und sie auf
die versehrte Stelle zu legen, damit sie dort wieder
anwächst und die Wunde schliesst. Es entsteht
also eine zusätzliche Verletzung, die ebenfalls
ihre Narben hinterlassen kann. Hier soll das Verfahren von Cutiss
einen Fortschritt ermöglichen. Es muss nur eine kleine Hautbiopsie entnommen
werden. Sie wird im Labor zerkleinert, die daraus gewonnenen
Zellen werden vermehrt und dann zusammen mit einem Collagen-Hydrogel
zu einem neuartigen Hautsubstitut zusammengefügt. Cutiss bewegt
sich damit in einer ähnlichen Kategorie wie die Hersteller von Zelltherapien,
bei denen ebenfalls Körperzellen entnommen, manipuliert und
wieder zugeführt werden.
In einer Phase-I-Studie wurde denovoSkin an zehn Patienten am Kinderspital
der Uni Zürich erfolgreich auf die Sicherheit untersucht. Swissmedic,
die Arzneimittelbehörde der EU (EMA) und ihr US-Pendant FDA
haben denovoSkin den Orphan-Drug-Status zugesprochen. Damit würde
das Produkt einen längeren Marktschutz geniessen und könnte auch
rascher zugelassen werden.
Erst einmal sind aber Phase-II-Studien nötig, in der die im Labor hergestellte
Haut nicht nur auf ihre Sicherheit, sondern auch auf ihre Wirksamkeit
untersucht wird. Diese Studien laufen bereits in der Schweiz und in den
Niederlanden. Sie sind teuer und dauern voraussichtlich bis 2022. Marino
ist deshalb auf der Suche nach zusätzlichen finanziellen Mitteln im Umfang
von 30 Mio. Fr. Einige bestehende Teilhaber seien zwar bereit, bei der Kapitalerhöhung
mitzumachen. «Wir suchen aber auch neue Aktionäre und wir
benötigen vor allem einen langfristigen Ankerinvestor, der mehrere Millionen
beisteuern und unsere Vision unterstützen würde», erklärt Marino.
Die 38-Jährige hat in Mailand Biotechnologie studiert und an der ETH
doktoriert. Im Rahmen eines Postdoktorats an der Uni Zürich hat sie dann
mit dem Tissue-Biology-Research-Team an der Züchtung und Produktion
von personalisierter Haut geforscht. Nachdem erste Studien am Menschen
positiv ausgefallen waren, machte es 2017 Sinn, für die weitere Entwicklung
ein Start-up zu gründen.
Die Arbeit im Labor ist nur der Anfang. «Der Durchbruch für diese
Technologie wird erst kommen, wenn es gelingt, den Herstellungsprozess
zu automatisieren», ist Marino überzeugt. Ihr Unternehmen betritt
so die Welt des Maschinenbaus. Dazu hat sie mit dem Ingenieurbüro
Zühlke und dem Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique
kompetente Partner an Bord geholt.
Innosuisse unterstützt die Entwicklung mit knapp 1 Mio. Fr. Insgesamt
hat Cutiss nun schon 21 Mio. Fr. eingesammelt, unter anderem 3 Mio. von
der Europäischen Union und 5 Mio. von Wyss Zurich, dem aus einer
Spende von HansjörgWyss gegründeten Inkubator der Uni Zürich und der
ETH. Cutiss bewegt sich also zwischen Biotech, Chirurgie und Prozessautomatisierung.
«Das macht es für uns nicht einfacher, Investoren zu
finden», gesteht Marino. Sie ist aber zuversichtlich, dass sie bald die
nötigen Gelder zusammen hat. Dies, obwohl die aktuelle Situation rund
um das Coronavirus auch bei Investoren zur Zurückhaltung führt.
Wenn die Resultate der Phase-II-Studien gut sind, könnte Cutiss bereits
einen Zulassungsantrag für denovoSkin einreichen. Rund ein Jahr später
könnte das grüne Licht der Behörden folgen. In erster Linie würden
Verbrennungsopfer profitieren. Daneben fiele auch dieWiederherstellungschirurgie
nach anderen Unfällen oder zum Beispiel rekonstruktive Eingriffe
zur Entfernung eines grossflächigen Muttermals ins Gewicht. Alleine das
wäre laut Schätzung von Cutiss ein Markt (Europa und USA) von 2 Mrd. Fr.
Auch Anwendungen in der Schönheitschirurgie sind denkbar.
Die Haut von Cutiss ist im Gegensatz zu bereits erhältlichen Produkten
dicker, besteht aus patienteneigenen Zellen und enthält sowohl eine dermale,
als auch eine epidermale Hautschicht und kann damit besser verwachsen,
die Wunden verheilen besser. Das führt auch zu weniger Vernarbung.
Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, weil viele Patienten
für den Rest ihres Lebens psychisch unter Entstellungen leiden, die sie von
ihren Verletzungen und den folgenden Behandlungen davontragen.
Als aktuell grösste Herausforderung sieht Marino den anstehenden
Wachstumsschub ihres Unternehmens, das zwanzig Mitarbeiter zählt. Im
Biotechnopark in Schlieren entsteht das firmeneigene Forschungs- und
Entwicklungszentrum sowie eine Produktionsstätte. «Wir brauchen noch
mindestens zehn neue Mitarbeiter», sagt Marino. Ihren Espresso
Macchiato hat sie schon lange ausgetrunken. Sie schaut auf die Uhr und
verabschiedet sich freundlich.

Text: Rupen Boyadjian

Artikel in der Schweizer Illustrierte

Ihr Start-up geht unter die Haut

Sie gibt Brandopfern Hoffnung: Die Gründerin
Fabienne Hartmann-Fritsch züchtet mit Cutiss personalisierte Haut für Patienten mit Narben
oder Verbrennungen. Kinder profitieren besonders.

Text: Jessica Pfister, Foto (im Artikel): Fred Merz

Foto (oben): Geri Born

Biotech News in der Handelszeitung

Eine kurze Berichterstattung über CUTISS AG in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

„Sie haben eine Idee,
die wirklich hinhaut

Es läuft rund für Daniela Marino
(Bild links) und Fabienne
Hartmann-Fritsch (Bild
rechts). Die Gründerinnen
des Zürcher Startups Cutiss
haben Denovoskin entwickelt, ein biotechnisches
Verfahren, um Haut so zu rekonstruieren,
dass sie nicht vernarbt und den
Patienten nicht in seiner Bewegungsfreiheit
einschränkt, wie das bei den heute
gängigen Methoden zur Hautvermehrung
der Fall ist. Die Behandlung der
ersten Patienten ausserhalb der
Schweiz, in einer niederländischen
Klinik, ist erfolgreich gestartet…“

Le Temps

Interview Daniela Marino in „Le Temps“ (Französisch)

«A 7 ans, je voulais déjà être scientifique»

TECHNOLOGIES MÉDICALES En 2019, seulement une société sur quatre était fondée par une femme. A la tête de la start-up zurichoise CUTISS, qui veut révolutionner la greffe pour grands brûlés, Daniela Marino prouve que l’esprit d’entreprise se décline très bien au féminin.

Um den ganzen Artikel zu lesen, bitte dem Link folgen.

@CUTISS

Forbes DACH Artikel „Haut züchten“

Artikel in der FORBES Ausgabe Nr. 9/2019 über unsere Hautzüchtung.

Text: Kevin Chi
Foto: Cutiss

Ein briefmarkengroßes Stück Haut
innerhalb eines Monats um das
Siebzigfache vergrößern – bei Cutiss
ist das Realität. Das Life-ScienceUnternehmen aus Zürich arbeitet an
einer innovativen Art der Hauttransplantation, der Denovoskin-Technologie. Dabei wird dem Patienten ein
kleines Stück Hautgewebe entnommen und im Reinraumlabor zu der
Größe expandiert, die der Patient
benötigt – bis zur halben Fläche der
gesamten Haut. Eine Phase-I-Studie
mit zehn Patienten wurde bereits
erfolgreich abgeschlossen. Nun untersucht Cutiss in einer zweiten, internationalen Studie mit 40 Patienten die Wirksamkeit und Sicherheit
gegenüber der aktuellen Standardmethode, der Spalthauttransplantation (Hauttransplantation, bei der
nur Teile der Lederhaut übertragen
werden, Anm.). Vor allem Patienten
mit Brandverletzungen soll das zugute kommen.

Die Forschungen dazu begannen bereits 2001 an der Universität
Zürich, 2017 wurde aus einem UniSpin-of Cutiss. Teil der Forschungsgruppe waren damals Fabienne
Hartmann-Fritsch (Bild) und Daniela Marino. Die beiden Gründerinnen
sind bei Cutiss heute Chief Clinical
Ofcer bzw. CEO. Aktuell beschäftigt Cutiss 18 Mitarbeiter, über Investoren, Förderungen und Startup-Preise konnten bis dato etwa
17 Millionen CHF an Kapital eingenommen werden.

Aufgrund der Eigenschaften,
die Denovoskin mit sich bringt, ergeben sich laut Hartmann-Fritsch
entscheidende Vorteile: „Einerseits bedeutet die personalisiert
gezüchtete Haut von Cutiss, dass
Patienten diese Haut nicht abstoßen, da sie aus körpereigenen Zellen besteht. Andererseits ist die
Narbenbildung durch den Aufau
und die Eigenschaften unseres Produkts wesentlich kleiner, als es bei der heutigen Standardmethode der Fall ist“, sagt sie.

Die Transplantation der gezüchteten Haut erfolgt dann in den
Krankenhäusern. In Phase I wurde vor allem an Patienten aus dem
Universitäts-Kinderspital Zürich,
wo Denovoskin mitentwickelt wurde, getestet. Warum der Fokus gerade auf Patienten im Kindesalter lag,
erklärt Hartmann-Fritsch wie folgt:
„Herkömmliche Transplantationen
bringen häufig Narbenbildung mit
sich. Die transplantierte Haut respektive die Narben wachsen aber
nicht mit, wie es bei Kindern nötig
wäre. Sie müssen sich darum nach
Verbrennungen vielen Folgeoperationen unterziehen. Dies soll mit Denovoskin obsolet werden.“ Obsolet könnte in Zukunft auch die aufwendige Handarbeit bei der Herstellung der gezüchteten Haut sein. Bereits jetzt arbeitet Cutiss gemeinsam mit
dem Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM)
an der Automatisierung des Herstellungsverfahrens. Die Vorteile: Produktionssteigerung und Kostensenkung.

Zunächst einmal will Cutiss
sich aber auf die Markteinführung
konzentrieren. Dank einer EU-Verordnung könnte es für gewisse Indikationen bereits 2022 so weit
sein, denn Medikamente für seltene Leiden – wozu auch Verbrennungen zählen – erhalten laut Hartmann-Fritsch ein vereinfachtes und
verkürztes Zulassungsverfahren.

Sanitas Foto

Artikel im Sanitas Magazin „Hilfe bei verbrannter Haut“

Beitrag über CUTISS in der Oktober Ausgabe des Magazins der Krankenkasse Sanitas:

Rund 1,7 Quadratmeter Haut ummanteln unseren Körper. Fehlt dieser Schutz – beispielsweise durch grossflächige Verbrennungen –, braucht es in kurzer Zeit Reservehaut für Hauttransplantationen. Diese züchtet das Zürcher Start-up Cutiss mit einem neuen Verfahren…

Interview mit Daniela Marino auf CNN Money Switzerland

Die Schweiz ist perfekt für Startups, aber…… Die Schweiz verfügt laut Daniela Marino über einige der besten Fähigkeiten der Welt. Der CEO von Cutiss sagt, dass die Schweiz auch der „perfekte Ort“ für Unternehmer sei. Also, wo ist der Haken? Was das Geld betrifft, sind Schweizer Investoren nicht so risikobereit wie ihre amerikanischen Kollegen. (Interview auf Englisch)

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