Monat: Oktober 2019

CUTISS AG erweitert das Management

Zürich, Schweiz, 28. October 2019 – CUTISS AG, ein innovatives Schweizer Life-Science-Unternehmen, das Patienten mit grossen und tiefen Hautdefekten eine automatisch hergestellte, personalisierte Hautgewebetherapie anbieten will, hat das Management Team weiter verstärkt.

Zum 1. Oktober wurde Kathi Mujynya Ludunge zum Chief Operation Officer von CUTISS ernannt. Sie wird für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens sowie für alle Aktivitäten im Bereich Herstellung/GMP/Qualität (klinische und kommerzielle Produkte) verantwortlich sein. Kathi kommt vom Skin Research Institute of Singapore /A*STAR (Agency for Sciences, Technology and Research) zu CUTISS, wo sie seit 2016 als Head of Operations der Asian Skin Bank Platform arbeitete. Vor ihrem Umzug nach Singapur hatte Kathi mehrere leitende Positionen im Life Science-Bereich inne, darunter die Leitung von GMP-Produktions- und Entwicklungsprojekten für Healthpoint Therapeutics (Schweiz und USA) sowie die Leitung der Abteilung Manufacturing, Sciences and Technology (MSAT) bei Smith & Nephew (Fort Worth, Texas).

Kathi begann ihre berufliche Laufbahn in der Schweiz als Wissenschaftlerin am Institut für Pathologie der Universität Bern, gefolgt von der Position als Produktionsleiterin am Life Science-Start Up Modex Therapeutics/Isotis in Lausanne, bevor sie zum DFB Pharmaceuticals (Lausanne) kam. Kathi ist ausgebildete Zellbiologin (Ecole superieure de la sante) und erwarb anschliessend mit ihrem MBA (Universität Genf) Projektmanagementkenntnisse, gefolgt von einem Postgraduierten-Diplom in Management of Biotech and Pharmaceuticals Venture an der EPFL (Lausanne). Sie ist Schweizer und US-Bürgerin.

Kathi Mujynynya Ludunge sagte: „Ich freue mich nicht nur, mit meinem Mann in die Schweiz zurückzukehren und unsere Familie wieder in die Schweiz zu bringen, sondern auch bei CUTISS, einem aufstrebenden Life-Science-Unternehmen mit einer klaren Vision.“ Dr. Daniela Marino, CEO und Co-Gründerin von CUTISS AG, kommentierte: „Wir freuen uns, dass Kathi nach vielen Jahren im Ausland beschlossen hat, in die Schweiz zurückzukehren, um uns bei der Erreichung unserer Ziele zu unterstützen. Mit ihrem Know-how beläuft sich die Expertise im Haut-Bioengineering des Management-Teams von CUTISS auf 100 Jahre“.

Über CUTISS AG
CUTISS ist ein Swiss Life Science Unternehmen (Spin-off der Universität Zürich), das personalisierte Hauttransplantationstechnologien zur Behandlung eines grossen Spektrums von Hautdefekten entwickelt. Der am weitesten fortgeschrittene Produktkandidat, denovoSkin™, wurde in einer klinischen Phase I-Studie mit pädiatrischen Patienten am Kinderspital der Universität Zürich getestet. Phase II-Studien laufen derzeit in der Schweiz und der Europäischen Union und werden von Wyss Zurich finanziert. denovoSkin™ hat die Orphan Drug Designation für die Behandlung von Verbrennungen von Swissmedic, EMA und FDA erhalten. Darüber hinaus verspricht denovoSkin™ eine Verbesserung der Lebensqualität auch von Wahlpatienten (rekonstruktiv) und kann durch Pigmentierung in Bezug auf die Komplexität weiterentwickelt werden.

Kontakt
CUTISS AG, CEO Daniela Marino, +41 76 230 8046, info@cutiss.swiss, www.cutiss.swiss

@CUTISS

Forbes DACH Artikel „Haut züchten“

Artikel in der FORBES Ausgabe Nr. 9/2019 über unsere Hautzüchtung.

Text: Kevin Chi
Foto: Cutiss

Ein briefmarkengroßes Stück Haut
innerhalb eines Monats um das
Siebzigfache vergrößern – bei Cutiss
ist das Realität. Das Life-ScienceUnternehmen aus Zürich arbeitet an
einer innovativen Art der Hauttransplantation, der Denovoskin-Technologie. Dabei wird dem Patienten ein
kleines Stück Hautgewebe entnommen und im Reinraumlabor zu der
Größe expandiert, die der Patient
benötigt – bis zur halben Fläche der
gesamten Haut. Eine Phase-I-Studie
mit zehn Patienten wurde bereits
erfolgreich abgeschlossen. Nun untersucht Cutiss in einer zweiten, internationalen Studie mit 40 Patienten die Wirksamkeit und Sicherheit
gegenüber der aktuellen Standardmethode, der Spalthauttransplantation (Hauttransplantation, bei der
nur Teile der Lederhaut übertragen
werden, Anm.). Vor allem Patienten
mit Brandverletzungen soll das zugute kommen.

Die Forschungen dazu begannen bereits 2001 an der Universität
Zürich, 2017 wurde aus einem UniSpin-of Cutiss. Teil der Forschungsgruppe waren damals Fabienne
Hartmann-Fritsch (Bild) und Daniela Marino. Die beiden Gründerinnen
sind bei Cutiss heute Chief Clinical
Ofcer bzw. CEO. Aktuell beschäftigt Cutiss 18 Mitarbeiter, über Investoren, Förderungen und Startup-Preise konnten bis dato etwa
17 Millionen CHF an Kapital eingenommen werden.

Aufgrund der Eigenschaften,
die Denovoskin mit sich bringt, ergeben sich laut Hartmann-Fritsch
entscheidende Vorteile: „Einerseits bedeutet die personalisiert
gezüchtete Haut von Cutiss, dass
Patienten diese Haut nicht abstoßen, da sie aus körpereigenen Zellen besteht. Andererseits ist die
Narbenbildung durch den Aufau
und die Eigenschaften unseres Produkts wesentlich kleiner, als es bei der heutigen Standardmethode der Fall ist“, sagt sie.

Die Transplantation der gezüchteten Haut erfolgt dann in den
Krankenhäusern. In Phase I wurde vor allem an Patienten aus dem
Universitäts-Kinderspital Zürich,
wo Denovoskin mitentwickelt wurde, getestet. Warum der Fokus gerade auf Patienten im Kindesalter lag,
erklärt Hartmann-Fritsch wie folgt:
„Herkömmliche Transplantationen
bringen häufig Narbenbildung mit
sich. Die transplantierte Haut respektive die Narben wachsen aber
nicht mit, wie es bei Kindern nötig
wäre. Sie müssen sich darum nach
Verbrennungen vielen Folgeoperationen unterziehen. Dies soll mit Denovoskin obsolet werden.“ Obsolet könnte in Zukunft auch die aufwendige Handarbeit bei der Herstellung der gezüchteten Haut sein. Bereits jetzt arbeitet Cutiss gemeinsam mit
dem Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM)
an der Automatisierung des Herstellungsverfahrens. Die Vorteile: Produktionssteigerung und Kostensenkung.

Zunächst einmal will Cutiss
sich aber auf die Markteinführung
konzentrieren. Dank einer EU-Verordnung könnte es für gewisse Indikationen bereits 2022 so weit
sein, denn Medikamente für seltene Leiden – wozu auch Verbrennungen zählen – erhalten laut Hartmann-Fritsch ein vereinfachtes und
verkürztes Zulassungsverfahren.

Sanitas Foto

Artikel im Sanitas Magazin „Hilfe bei verbrannter Haut“

Beitrag über CUTISS in der Oktober Ausgabe des Magazins der Krankenkasse Sanitas:

Rund 1,7 Quadratmeter Haut ummanteln unseren Körper. Fehlt dieser Schutz – beispielsweise durch grossflächige Verbrennungen –, braucht es in kurzer Zeit Reservehaut für Hauttransplantationen. Diese züchtet das Zürcher Start-up Cutiss mit einem neuen Verfahren…

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