Klinisches Problem – Narben

Weltweit leiden Millionen von Menschen an schweren Hautdefekten, welche chirurgisch behandelt werden müssen um die Funktion der Haut wiederherzustellen. Die heutigen Behandlungsmethoden dafür führen häufig zu permanenten, schmerzhaften, entstellenden und einschränkenden Narben. Diese Narben können die Beweglichkeit und das Wachstum behindern, was oft mit vielen Nachfolgeoperationen, intensiver Betreuung zu Hause und psychosozialer Rehabilitation verbunden ist.

Die menschliche Haut besteht grundsätzlich aus zwei Schichten, der äusseren Epidermis und der darunterliegenden Dermis. Dabei kontrollieren und beeinflussen die Bestandteile der Dermis die Narbenbildung. Der heutige Standard zur Behandlung von schweren Hautdefekten beinhaltet die Entnahme einer dünnen Hautschicht von einer gesunden Körperstelle des Patienten (Eigenhaut). Diese dünne Hautschicht beinhaltet die Epidermis, aber nur kleine Teile der Dermis. Da jedoch der Grossteil der Dermis fehlt entwickeln sich diese Eigenhauttransplantate häufig zu Narben.